Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Hillentrup

Frauenkreis

Die Frauen, die sich 14-täglich im Gemeindehaus von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr treffen, kommen zum Teil  schon 30 Jahre lang. Die Jüngsten sind 70, die Ältesten über 90 Jahre alt.

Trotz mancher körperlicher Gebrechen und trotz schlechten Wetters sind sie verlässlich und mit großer Freude immer wieder zugegen. Sie sind äußerst aufnahmebereit für geistige Inhalte. Sie akzeptieren einander und helfen sich gegenseitig. Niemand fällt aus dem Netz. Die Frauen werden privat und vom Gemeindebulli abgeholt und nach Hause gebracht.

Wir beginnen mit dem religiösen Teil, der sich nach den Festen im Jahreskreis richtet. Oder es steht die Auseinandersetzung mit einem Bibeltext im Vordergrund, oder es wird ein Bild religiösen Inhalts interpretiert. Oft übernimmt Pastor Oberkrome diesen Teil. Alles wird umrahmt mit Gebeten, Gesang und Meditation. Dann folgt das Kaffeetrinken mit selbstgebackenem Kuchen und regem Gedankenaustausch. Else Chwalek und Lenchen Kropmeier sind die Verantwortlichen.

Der dritte Teil ist einem besonderen Thema gewidmet. Beispiele: Reiseberichte mit Bildern, Berichte über berühmte Frauen wie Katharina von Bora, Elisabeth von Thüringen, Clara Schumann. Auch Themen wie Licht und Schatten, Trauern und Freude, Wurzeln und Flügel, Heilkräuter, giftige Pflanzen, alte Apfelsorten, die Geschichte des Lipperlandes, lippische Witze, Erzählungen aus der Nachkriegszeit stehen auf dem Programm. Einmal im Jahr steht der Weltgebetstag der Frauen im Vordergrund.

Als die Kirchengemeinde Geld für die Erneuerung des Kirchturms benötigte, sammelte der Frauenkreis zusammen mit dem Offenen Frauentreff alte Rezepte und Geschichten aus der Vergangenheit. Es entstand ein interessantes Rezeptbuch, Der Erlös kam dem Kirchturm zugute.

Einmal pro Jahr organisiert Else Chwalek eine Fahrt ins Blaue, die gut angenommen wird. Bedenklich ist der fehlende Nachwuchs. In der letzten Zeit sind einige Besucherinnen des Frauenkreises gestorben, oder sie sind körperlich nicht mehr in der Lage zu kommen, z.B. Edith Aukamp, die den Frauenkreis lange geleitet hat.

Einige Besucherinnen wohnen jetzt im Elisenstift. Alle wären glücklich, wenn noch einige Frauen dazukämen. Sie könnten erfahren, wie der Frauenkreis geistig jung geblieben ist und sich mit aktuellen Themen auseinander setzt und nie darauf verzichten möchte, sich alle 14 Tage zu treffen.

Sigrid Dreier