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Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Hillentrup
Darf sich jetzt »Kantorin« nennen: Burkhard Geweke überreicht Arisa Ishibashi die Urkunde
25 Jahre Küsterin: Heinz Jäger gratuliert Anna Herrmann.

Zwei Abschiede, zwei Auszeichnungen

Im Gottesdienst am 6. März gab es viel Grund zur Dankbarkeit und zweimal einen Grund für ein Jubiläum und eine Premiere. Die Dankbarkeit geht an unsere ausscheidenden Kirchenältesten, Dagmar Schneider und Siegfried Schirrmacher. Beide wurden im Gottesdienst feierlich verabschiedet.

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Zusammen haben sie etliche Jahre lang den Kurs unserer Kirchengemeinde in Hillentrup mitgeprägt. Beide mit gut erkennbaren Gaben, beide auf ganz unterschiedlichen Feldern der Gemeindearbeit tätig. Jetzt wollen sie ihre Schwerpunkte anders setzen. Wir lassen sie zwar nur ungern ziehen, aber es überwiegt das Dankeschön für die geleistete Arbeit.

Im gleichen Gottesdienst durften wir uns bei unserer Küsterin Anna Herrmann bedanken, die der Gemeinde Hillentrup seit jetzt 25 Jahre die Treue hält. Ob sie es selbst damals wohl erwartet hat, so lange bei der Kirchengemeinde zu arbeiten? Auf Anna Hermann ist in allen Belangen Verlass, und dafür haben wir uns mit fünf Tagen Sonderurlaub revanchiert. Wir wünschen ihr weiterhin viel Gesundheit, viel Gottvertrauen und den reichen Segen für ihre Arbeit.

Als dritten Höhepunkt wurde Kirchenmusikerin Arisa Ishibashi die Ernennungsurkunde zur Kantorin überreicht, die von der Lippischen Landeskirche Ende Januar auf den Antrag des Kirchenvorstandes Hillentrup ausgestellt wurde. Die Urkundenüberreichung hat Kantor Burkhard Gewecke aus Detmold sehr gerne persönlich übernommen.

Um zur Kantorin oder zum Kantor ernannt werden zu können, muss man über viele Jahre hinaus eine komplexe kirchenmusikalische Arbeit geleistet haben und dabei auch besondere Qualität bewiesen haben. Arisa Ishibashi spielt die Orgel, sie leitet den Chor und Kinderchor, ist seit Jahren für das Weihnachtsspiel an Heiligabend an verantwortlicher Stelle beteiligt und sie hat den Chor zu einer neuen Blüte mit erhöhtem Anspruch geführt.

Im vergangenen September hat sie das große Jubiläumskonzert mit Chor, Orchester und Solisten erarbeitet und geleitet. Das alles war der Landeskirche den Titel Kantorin wert, und wir gratulieren ihr sehr herzlich. Beide Kirchengemeinden sind kirchenmusikalisch sehr gut aufgestellt.

Stephan Schmidtpeter

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Jubiläumskonzert »70 Jahre Kirchenchor«

Fotos: Uwe Rottkamp

Jubiläumskonzert mit großem Programm

Kaum enden wollender Applaus, überquellende Spendenkörbchen, überall strahlende Gesichter und eine glücklich dreinschauende Arisa Ishibashi: Das Hillentruper „Experiment“, den typischen Kirchenchor einer „Landgemeinde“, mit anspruchsvollem klassischen Repertoire samt Orchester und Solisten zu versehen, darf als gelungen angesehen werden.

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Zum 70-jährigen Chorbestehen hatte die Gemeinde ihren Chorsängern einmal richtig etwas gegönnt: Ein Konzertprogramm mit der Kantate „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ (BWV 99) von Johann Sebastian Bach sowie die „Kleine Orgelmesse“ Missa brevis Sancti Joannis de Deo B-Dur von Joseph Haydn (1732-1809), dazu von Orchester und Solisten gestaltet das Orgelkonzert g-Moll Op. 4 Nr.1 von Georg Friedrich Händel (1685-1759), die Psalmvertonung Confi tebor tibi (Psalm 110) von Johann Adolf Hasse (1699-1783) sowie die Kirchensonate C-Dur KV 328 (317c) von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791).

Als Solisten hatte Arisa Ishibashi gewinnen können Uta Singer (Sopran), Susanne Meyer (Alt), Michael Peiler (Tenor), Konstantin Ingenpass (Bass) sowie Annette Elisabeth Arnsmeier (Orgel).

Den Orchesterpart gestalteten Ingrid Krah (Flöte), Suyoung Yoon (Oboe) Helga Müller-Seidlitz und Verena Böckenhoff (Violine), Kirsten Lüke (Viola) und Hendrik Strothmann (Violonchello).

Über viele Monate hinweg hatten die Chormitglieder mit ihrer Leiterin intensiv geprobt, um alle Schwierigkeiten des für sie ungewohnten Reperoires zu umschiffen.

Der Vorsitzende des lippischen Kirchenchorverbands, Pfarrer Jörg Deppermann, lobte das musikalische Engagement der Gemeinde und zeichnete vier Chormitglieder mit einer Urkunde aus: Geehrt wurden die immer noch aktiv mitsingende Helene Kropmeier für 70-jährige Mitgliedschaft im Chor (sie ist Gründungsmitglied!) sowie Ralph Oberkrome, Waltraud Brakhage und Marianne Winter. Arisa Ishibashi leitet den Chor inzwischen seit zehn Jahren.

(Abdruck mit freundlicher Genehmigung von »Unsere Kirche – Evangelisch in Lippe«)

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„Freizeit – was geht?“

Alle Jugendzentren des Kreises Lippe sind dazu angehalten, regelmäßig Jugendliche zu ihrem Leben zu befragen. Interessant dabei sind ihre Meinungen und Einstellungen zu Schule, Freizeit, Politik und Familienleben. Darum gibt es im StayIn regelmäßig Jugendgremium, um gemeinsam mit Jugendlichen das Programm zu gestalten.

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Da sich die Lebenswelt der Jugendlichen in den zurückliegenden fünf Jahren besonders im schulischen Bereich stark geändert hat, entstand die Idee, einmal eine größere Gruppe von Jugendlichen, die noch nicht aktiv im StayIn mitarbeiten, in verschiedenen Workshops zu befragen.

Gemeinsam mit der Katechumenengruppe wurde an folgenden Themen gearbeitet: „Freizeit – was geht?“, „Den ganzen Tag Schule – was soll das?“, „Mitbestimmumg – wie jetzt?“ und „Unser Dorf – was liegt an?“. Tina Beyer: „Uns ist aufgefallen, dass die Jugendlichen Feuer und Flamme waren, ihren Meinungen und Wünschen Ausdruck verleihen zu können.

Damit wir einen Überblick bekommen konnten, haben wir die Jugendlichen gebeten, ihre Ideen und Meinungen zu den Themen auf Plakate zu schreiben. In der anschließenden Diskussion zu den einzelnen Plakaten ging es dann laut und hitzig zu.“

Kurz zusammengefasst haben die Jugendlichen den Eindruck, dass ihr Leben zum größten Teil fremdbestimmt ist von Schule und Elternhaus. Besonders bedauern sie, dass sie wegen der langen Schulzeiten kaum noch freie Zeit zur Verfügung haben. Einige Jugendliche haben schon Hobbies aufgeben müssen, weil sie nach dem Nachmittagsunterricht noch Hausaufgaben machen und für Klassenarbeiten lernen müssen.

Ein weiterer kritischer Punkt, den die Jugendlichen genannt haben ist, dass sie sich von Lehrern, Eltern und Politik nicht ernstgenommen fühlen. Gerade in Schule und Elternhaus wünschen sie sich mehr gefragt zu werden und mehr Mitbestimmung. Das StayIn-Team hat den Nachmittag mit den Jugendlichen sehr genossen. Die Stimmung war gut und die Ehrlichkeit der Jugendlichen sehr beeindruckend. Tina Beyer: „Wir möchten alle Erwachsenen ermutigen, immer mal wieder auch die Jugendlichen nach ihrer Meinung, nach ihren Einstellungen und Ideen zu fragen. Sie sind frisch, fair und inspirierend. Unsere Jugendlichen haben einen guten Blick auf die Gesellschaft, sie können uns Erwachsenen helfen, das Zusammenleben der Generationen gut zu gestalten. Wenn wir sie aktiv daran teilhaben lassen, sie hören und uns mit ihnen auseinandersetzen, können wir eine Menge gewinnen.“

Tina Beyer

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